Auf die Bühne des Akademietheaters ist Matthias Hartmanns gefeierte Inszenierung von Jon Fosses "Todesvariationen" zu sehen.
Ein längst entzweites Paar begegnet sich wieder. Ein grausamer Schicksalsschlag, der Tod der gemeinsamen Tochter, konfrontiert den Mann und die Frau mit sich und ihrer Vergangenheit. Wie im Traum sehen sie rückblendenartig ihrem Leben noch einmal zu, sie sehen sich als junge, überforderte Menschen, die die Verantwortung für ein ungewolltes Kind tragen müssen und die Konflikte, die daraus entstehen. Bei ihnen ist auch der Freund der Tochter, ein junger Mann, dem die Tochter in den Tod folgte, bevor auch sie, in diesem merkwürdigen Raum der Erinnerung, als junges Mädchen noch einmal erscheint. Vier namenlose Personen, verstrickt in einem Flechtwerk der Beziehungen, begeben sich auf eine unwirkliche und doch existentielle Zeitreise. Wie Schachfiguren erscheinen sie im ewigen Spiel um Liebe und Tod, im Ringen um ein glückliches Leben, das ihnen verwehrt bleibt.
Jon Fosse erzählt den Roman eines Familienlebens als ein Traumspiel des Abschieds.
"Jon Fosse ist für mich existenziell. Ohne ihn kann ich mir das Theater so schlecht vorstellen wie ohne Botho Strauß." (Matthias Hartmann)
Foto: Per HeimlyRegie: Matthias Hartmann
Bühne: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Grit Gross
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Thomas Oberender
Mit: Sabine Haupt, Barbara Nüsse, Cathérine Seifert; Patrick Heyn, Hans-Michael Rehberg, Johannes Zirner
Eine Produktion des Schauspielhauses Bochum
Wo:
Akademietheater, Lisztstraße 1, 1030 Wien
Wann:
Donnerstag, 18. März um 19.30 Uhr
Weitere Termine:
Sonntag, 21. März