Das Seminar wurde mit Grußworten der beiden ehemaligen Außenminister Dr. Willibald Pahr, Präsident des VÖNL, und Botschafter Jan Petersen, Königlich Norwegische Botschaft in Wien, eröffnet. Danach folgten Einleitungen von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka (Bundesministerium für Finanzen) und Staatssekretärin Eli Blakstad (Ministerium für Erdöl und Energie). Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit norwegischen und österreichischen Persönlichkeiten aus der Energiewirtschaft statt.

Bei der Podiumsdiskussion haben sich die Teilnehmer mit Fragen zu Verbrauch reduzierenden Maßnahmen sowie zur Energielagerung und Energieeffizienz auseinandergesetzt. Deutlich wurde dabei, dass das schlecht ausgebaute Energienetz, welches die Lieferung erneubarer Energiequellen in Zukunft sichern soll, eine große Herausforderung für Österreich darstellt.
Die norwegischen Repräsentanten wurden mit der Frage, wie das Land seine Spitzenposition im Energiesektor aufrechterhalten soll, wenn das Ölreservoir eines Tages aufgebraucht ist, konfrontiert. Als Antwort wurde unter anderem erwähnt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Norwegen noch mehr Gas und Öl finden wird, ziemlich groß ist, wodurch eine vorhersagbare Lieferung von Gas in den nächsten 50 Jahren gewährleistet ist.
Weitere Themen, die anlässlich der Atomkatastrophe in Japan und der Ölkatastrophe in Mexico aufgenommen wurden, waren unter anderem die Rolle der Energienationen, die im Klima- und Milieubereich eine große Verantwortung tragen, sowie die Wichtigkeit der Weiterentwicklung erneubarer Energien.
Alles in allem wurde im Seminar das Potenzial für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern festgestellt. Mit Norwegen als Exporteur und Österreich als Importeur können beide Länder von einer engeren und stärkeren Zusammenarbeit profitieren. Norwegen und Österreich bekamen erstmals die Gelegenheit, ihre Notizen zum Thema nachhaltige Energie und klimabezogene Herausforderungen zu vergleichen.