30 Jahre Österreichisch-Norwegische Gesellschaft

Anlässlich des 30. Jahrestages der Österreichisch-Norwegischen Gesellschaft (1977-2007), hat die Botschaft den ehemaligen Obmann der Gesellschaft, Ing. Friedrich Kager, dazu eingeladen, ein Resumé über die Geschichte der Gesellschaft zu schreiben.

Herr Kager ist seit 1981 Vorstandsmitglied der Österreichisch-Norwegischen Gesellschaft, und vertrat viele Jahre als Generalsekretär, bzw. Obmann, die Gesellschaft in hervorragender Weise. Für seine Verdienste um zahlreiche norwegische Projekte, verlieh ihm das Königreich Norwegen im Jahr 1994 die Sankt Olavs Medalje. Ziel der Österreichisch-Norwegischen Gesellschaft ist es, die gesellschaftlichen, kulturellen, und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Norwegen und Österreich durch persönliche Kontakte und kulturelle Veranstaltungen zu fördern.

Die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft ist eine Freundschaftsgesellschaft mit dem Sitz in Wien, die es sich zum Ziel gesetzt hat, kulturelle, wirtschaftliche und politische Beziehungen zwischen Österreich und Norwegen zu pflegen und zu fördern. Die Gesellschaft wurde im Dezember 1977 gegründet, hält Kontakt zur Norwegisch-Österreichischen Gesellschaft in Oslo und ist Mitglied des Dachverbandes aller Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften – PAN. In den vergangenen 30 Jahren hat die Die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt bzw. unterstützt. 

In den ersten zehn Jahren haben mehr als 80 Veranstaltungen über Kultur, Musik und die Landschaften Norwegens informiert. In der Wiener Urania und in der Volkshochschule Brigittenau wurden mehrmals Filmwochen veranstaltet, bei denen preisgekrönte norwegische Filme gezeigt wurden. 1981 zeigte die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft  in Gobelsberg eine Ausstellung über norwegische Stabkirchen und im Wiener Rathaus eine Ausstellung über norwegische Eisenbahnen. 1984 hielt der  bekannte norwegische Forscher Thor Heyerdahl an der Universität Wien einen viel beachteten Vortrag.

Die norwegische Unterhaltungskünstlerin Tove Hovland trat 1987 in Wien auf. Im gleichen Jahr feierte die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft im Festsaal des Alten Rathauses zu Wien ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum. Altbundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger hielt damals die Festrede.

1991 enthüllte der Kgl.-Norwegische Botschafter Kaare Dæhlen in Wien-Liesing eine vom bekannten österreichischen Bildhauer, Professor Hubert Wilfan geschaffene Fridtjof-Nansen-Büste. Ein Parallelguß dieser Büste wurde 1995 an der Fischereihochschule in Tromsø aufgestellt.


Die Fridtjof-Nansen-Büste wurde von Professor Hubert Wilfan geschaffen.    

1992 hatte die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft an die Stadt Wien den Antrag gestellt, in Erinnerung an die norwegische Hilfe nach den beiden Weltkriegen Norwegen eine Verkehrsfläche zu widmen und 1997 ging dieser Wunsch in Erfüllung. Insgesamt acht Verkehrsflächen in Wien-Donaustadt wurden nach norwegischen Städten benannt und am Osloplatz wurde ein Gedenkstein enthüllt.


Der Oslo-Stein im Norwegenviertel in Wien -Donaustadt zeigt die Umrisse Norwegens im Stile der norwegischen Felszeichnungen.     

In diesem Stadtteil liegt auch der Trygve-Lie- Park. Das von Professor Hubert Wilfan geschaffene Denkmal erinnert an den ersten Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Norweger Trygve Lie. Die Festansprachen hielten der Königl.-Norwegische Botschafter Erik Selmer und Stadtrat Fritz Svihalek in Vertretung des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Häupl.


Der Trygve-Lie-Gedenkstein erinnert an den ersten Generalsekretär der Vereinten Nationen.

1993 erfüllte die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft die Bitte des Hammerfester Seniorenheimes, das zur Ausgestaltung seiner Räume Bilder von österreichischen Landschaften haben wollte und das Eisbär-Museum erhielt zum Wiederaufbau seines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Archivs Fotos mit alten Ansichten der Stadt Hammerfest. Die alten Fotografien wurden uns aus dem Privatarchiv der Familie Hans Ristl zur Verfügung gestellt.

1994 gab der preisgekrönte norwegische Sverre-Valen-Chor im Polycollege in Wien-Margareten ein viel beachtetes Konzert.

 


Die Dokumentation WIENER KINDER, welche die Hilfsleistungen Norwegens nach den beiden Weltkriegen zum Thema hat, wurde 1995 von der Österreichisch-Norwegische Gesellschaft veröffentlicht. Ein Exemplar
dieser Dokumentation wurde 1996 dem norwegischen König Harald V. anläßlich seines Staatsbesuches in Österreich überreicht. Das Jahr 1997 stand ganz im Zeichen des norwegischen Komponisten Harald Sæverud, der in den 1920er und 1950er Jahren einige Zeit in Wien und Tirol gelebt und komponiert hatte. Der Wiener Bildhauer und Vorstandsmitglied der Österreichisch-Norwegischen Gesellschaft, Professor Hubert Wilfan schuf aus diesem Anlaß die unten abgebildete und viel beachtete Harald-Sæverud-Büste.



Die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft übernahm im Herbst 2000
mit Unterstützung der Königl.-Norwegischen Konsuln in Österreich Buchpatenschaften zur Sanierung von Druckwerken über Norwegen, die in der Österreichischen Nationalbibliothek liegen und vom Zerfall bedroht waren.

Im Mai 2005 begingen wir ein zweifaches Jubiläum: 100 Jahre Norwegen und 60 Jahre Österreichs 2.Republik. Vier Veranstaltungen widmeten wir diesem Anlaß.
1. Unser jährliches Festkonzert mit norwegischen Komponisten, u. a. war ein Werk von Harald Sæverud zu hören.
2. Die Festwochenausstellung des Bezirksmuseums Wien-Donaustadt stand unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Häupl und zeigte Anfänge und Entwicklung des Norwegen-Viertels von 1992 bis 2005. Eröffnet wurde die Ausstellung vom Königl.-Norwegischen Botschafter Bengt Olav Johansen sowie vom Königl.-Norwegischen Generalkonsul Dkfm. Dr. Johann Kwizda.
3. Im Oktober eröffnete der Kgl.-Norwegische Gesandte Ole Lundby in der Galerie Wolf die Ausstellung NORDMEER, die Fotos von Ing. Friedrich Kager zeigte.
4. Den vielen Gemeinsamkeiten beider Länder in Schisport, Malerei, Literatur, Musik und Forschung widmeten wir die Dokumentation NORWEGENS SPUREN IN ÖSTERREICH, für die uns der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer das Vorwort schrieb.

Der 100. Todestag von Henrik Ibsen bildete im Jahr 2006 den Schwerpunkt in unserer Zeitschrift NORWEGEN-ÖSTERREICH und die Veranstaltungen des Jahres 2007 standen ganz im Zeichen des 100. Todestages des norwegischen Komponisten Edvard Grieg, der, nach längeren Aufenthalten in Wien, von hier aus mehrmals nach Italien reiste.

Die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft veranstaltet jeweils im Mai zum norwegischen Nationalfeiertag für ihre Mitglieder und Freunde einen Galaabend, bei dem vorwiegend norwegische Musik aber auch Vorträge und Lesungen angeboten werden. Der Musikabend des Jahres 2007, der gemeinsam mit  der Musikuniversität Wien veranstaltet wurde, widmete sich der Annäherung von Kunst- und Volksmusik im Werk Edvard Griegs und bot u. a. eine einzigartige Präsentation von Hardangerfidel und Tussefloyte.

Den Kontakt zu ihren Mitgliedern hält die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft über die Postille NORWEGEN-ÖSTERREICH, die viermal im Jahr erscheint und interessante, beide Länder betreffende Themen veröffentlicht.


Wenn Sie Interesse haben, der Gesellschaft beizutreten, wenden Sie sich Bitte an Frau Karin Klausner:
Österreich-Norwegische Gesellschaft
Dr. Karl Lueger-Ring 6, 1010 Wien
Tel: 05997710252
k.klausner@kwizda.co.at    


Quelle: Die Österreichisch-Norwegische Gesellschaft und Ing. Friedrich Kager   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print