Syrische Flüchtingskinder gehen in Beirut zur Schule. 
Foto: Frode Overland Andersen / UD.Syrische Flüchtingskinder gehen in Beirut zur Schule. Foto: Frode Overland Andersen / UD

Geberkonferenz für Syrien im Februar in London

Letzte Aktualisierung: 20.11.2015 // Die norwegische Regierung hat eine internationale Geberkonferenz für Syrien angeregt, die Anfang Februar 2016 in London stattfinden wird. Norwegen, Großbritannien, Deutschland, Kuwait und die UNO sind die gemeinsamen Gastgeber der Konferenz. „Der Krieg in Syrien verursacht unvorstellbares humanitäres Leid. Es müssen dringend mehr finanzielle Mittel mobilisiert werden, um Syrien und dessen Nachbarländer, die syrische Flüchtlinge aufnehmen, mit humanitärer Hilfe zu unterstützen“, so der norwegische Außenminister Børge Brende.

Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg wird die Konferenz gemeinsam mit dem britischen Premierminister David Cameron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem Emir von Kuwait Scheich Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al-Sabah und UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon eröffnen.

„Ziel der Konferenz ist es, erhebliche finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe in Syrien zu garantieren und die Hilfsmittel für die Nachbarländer ab dem nächsten Jahr zu erhöhen. Wir wollen die Aufmerksamkeit speziell auf Bildung und Arbeitsmöglichkeiten richten und somit Flüchtlingen und Einheimischen in den Gebieten, in denen sie sich nun aufhalten, eine Perspektive bieten, die ihnen hilft, mit der derzeitigen Situation umzugehen und Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen,“ so Außenminister Brende.

Der Schutz der Zivilbevölkerung ist ein weiteres wichtiges Thema der Konferenz. Fast 12 Millionen Menschen mussten wegen des Kriegs flüchten. Rund 6,5 Millionen von ihnen sind im eigenen Land auf der Flucht, während 4,2 Millionen in die Nachbarländer geflüchtet sind. 13,5 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe innerhalb Syriens. Bei der UNO ging jedoch bislang nur etwa die Hälfte der Summe ein, die in diesem Jahr benötigt wird.

„Drei Millionen syrische Kinder haben aufgrund des Kriegs keine Möglichkeit mehr, die Schule zu besuchen. Norwegen engagiert sich dafür, dass auch Kinder im Krieg ihr Recht auf Schulbildung wahrnehmen können. Ein großer Teil der norwegischen humanitären Hilfe fließt in Maßnahmen zur Sicherstellung der Schulausbildung. Norwegen leitet während der Konferenz eine besondere Sektion, in der es um Bildung und Ausbildung geht,“ so Brende.


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