Fakten zur Integration in Norwegen

Integration in Norwegen ist relativ gut gelungen. Kinder mit Migrationshintergrund machen es deutlich besser als ihre Elterngeneration. Trotzdem existieren immer noch große Differenzen zwischen Migranten aus unterschiedlichen Ländern. Dies belegt eine Studie die vom statistischen Zentralbüro in Norwegen durchgeführt wurde.

Die Studie des statistischen Zentralbüros zeigt, dass 48 % der Mädchen mit Migrationshintergrund studieren. Zum Vergleich, ist die Anzahl bei Mädchen ohne Migrationshintergrund um 7 % geringer. Nur 36 % der Männer mit Migrationshintergrund besuchen eine Universität oder Hochschule. Die Differenz zwischen jungen Männern mit und ohne Migrationshintergrund liegt bei 8 %. Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind vor allem in pharmazeutischen Studiengängen vertreten (fast 50 %). Weniger allerdings in Studiengängen auf Lehramt, hier machen sie nur 5 % der Gesamtzahl der Studenten aus.

Die Beschäftigung ist unter Einwanderern geringer als in der allgemeinen Bevölkerung. Laut der Studie waren 2015 insgesamt 71 % aller Männer in Norwegen zwischen 15 und 74 Jahren in Beschäftigung. Die Studie des statistischen Zentralbüros beleuchtet, dass die Beschäftigungsrate bei Einwanderern aus Schweden und Polen wesentlich höher ist als bei anderen Gruppen. Am schlechtesten schneiden Einwanderer aus Eritrea und Somalia ab. Während über 75 % der Männer aus Polen und Schweden und über 60 % der Frauen in Beschäftigung stehen, liegt die Beschäftigungsrate bei Männern aus Eritrea und Somalia nur bei 35 %. Bei Frauen aus Eritrea und Somalia liegt die Anzahl jeweils bei 37 % und 20 %.

Das Einkommen in der norwegischen Bevölkerung liegt im Durchschnitt bei 350 000 norwegische Kronen im Jahr. 77 % der Einwanderer verdienen die erwähnte Summe. Allerdings lassen sich auch hier große Differenzen zwischen unterschiedlichen Einwanderungsgruppen und Ländern feststellen. Während Einwanderer aus Schweden und Dänemark dem Medianwert entsprechend verdienen, verdienen Einwanderer aus Pakistan und Marokko wesentlich weniger.

Den ausführlichen Bericht ist hier zu lesen:

Statistischen Zentralbüro: fakten zur Integration (nur norwegisch)

 


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