Die UNO wird 70

Letzte Aktualisierung: 29.10.2015 // Am 24. Oktober 1945 wurden die Vereinten Nationen gegründet und feiern nun ihr 70-jähriges Bestehen. „Starke UNO. Bessere Welt“ ist für Norwegen mehr als nur ein Motto.

„Die Vereinten Nationen sind nach wie vor wichtig für eine bessere Welt. Für ein so relativ kleines Land wie Norwegen ist die UNO besonders wichtig für die Regulierung des Verhältnisses der Staaten untereinander und für die Aufrechterhaltung internationaler Normen und Absprachen“, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg.

Starke UNO. Bessere Welt.

Das Motto des 70-jährigen Jubiläums ist „Starke UNO. Bessere Welt“, und das Jahr verlief in der Tat bemerkenswert für die Weltorganisation. Im September trafen sich so viele Staats- und Regierungschefs wie nie zuvor in New York. Dort wurden 17 ehrgeizige und umfassende Nachhaltigkeitsziele beschlossen. Bis zum Jahr 2030 sollen extreme Armut behoben und eine nachhaltige Entwicklung sichergestellt sein. Im Dezember treffen sich die Vertreter der UN-Mitgliedsstaaten noch einmal, diesmal in Paris, um dort über den Klimawandel, eine der größten Herausforderungen weltweit, zu beraten.

Das Opernhaus Sydney ist eines der Gebäude, das in FN-Blau beleuchtet wird, um das Jubiläum zu markieren.  
Das Opernhaus Sydney ist eines der Gebäude, das in FN-Blau beleuchtet wird, um das Jubiläum zu markieren.

UNO für die Zukunft

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte: „Das 70-jährige Jubiläum bietet eine passende Gelegenheit, die vielen und dauerhaften Erfolge der Vereinten Nationen zu würdigen.“

Die UNO hat in den vergangenen 70 Jahren viel erreicht: Dekolonisation, Armutsbekämpfung und die Formulierung allgemeiner und internationaler Menschenrechte sind nur einige der Erfolge. Die Weltorganisation begegnet bei ihrer Arbeit aber auch etlichen Herausforderungen.

„Die UNO muss sich auch einer neuen Zeit anpassen“, sagte der norwegische Außenminister Børge Brende. „Wir stehen heute vor neuen globalen Herausforderungen, an die 1945 noch niemand gedacht hat. Die meisten globalen Herausforderungen, und oft gerade die schwierigsten, werden zur Aufgabe der UNO. Der Klimawandel, die Entstehung von Terrororganisationen wie dem IS, die Ebola-Epidemie und eine Vielzahl humanitärer Krisen setzen die Vereinten Nationen unter großen Druck.“

Der UNO-Generalsekretär hat vor kurzem wichtige Anregungen für einen besseren Umgang der UNO mit Konflikten und für die Sicherung eines nachhaltigen Friedens gegeben. Norwegen unterstützt diese Maßnahmen mit einer aktiven UNO-Politik, finanzieller Hilfe und spezifischer militärischer und polizeilicher Beteiligung. In diesem Jahr konnten wir auch das 15-jährige Jubiläum der ersten UN-Resolution zu Frauen, Frieden und Sicherheit feiern. Diese Lösung hat zu einer Entwicklung und Stärkung der weltweiten Arbeit für Frieden und Sicherheit beigetragen. 

Weiter nach 70 Jahren

Die UNO hatte seit ihrer Gründung acht Generalsekretäre, der erste von ihnen war der Norweger Trygve Lie. Er leitete 1948 den ersten UN-Friedenseinsatz. Seit ihrer Gründung ist die UNO beständig gewachsen, von 51 Ländern im Jahr 1945 auf 193 Mitgliedsstaaten und mehr als 30 Fonds, Programme und Sonderorganisationen im Jahr 2015.

Trygve Lie, der erste UNO-Generalsekretär, mit seinem Enkel. 
Foto: UN Photo.Trygve Lie, der erste UNO-Generalsekretär, mit seinem Enkel. Foto: UN Photo
 

„Der UNO liegt die Idee zugrunde, dass alle Länder zusammenkommen müssen, um globale Herausforderungen zu bewältigen. In einer globalisierten Welt, in der wir uns wie nie zuvor aufeinander verlassen müssen, ist der Bedarf für eine solche Organisation größer als jemals zuvor in der Vergangenheit“, sagte Außenminister Brende.

Aus diesem Grund stehen die Vereinten Nationen, 70 Jahre nach ihrer Gründung, weiterhin im Zentrum der norwegischen Außenpolitik.


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